Wer in den kommenden Monaten mit der Bahn unterwegs sein will, sollte sich den 14. Oktober 2026 merken. An diesem Mittwoch startet die Deutsche Bahn den Vorverkauf für den Jahres- beziehungsweise Winterfahrplan 2026/2027. Bis dahin sind Fernverkehrstickets derzeit einschließlich Samstag, 12. Dezember 2026, buchbar. Der neue Fahrplan beginnt am Sonntag, 13. Dezember 2026; der bisherige endet am Vortag.

Ab dem Buchungsstart lassen sich unter anderem Reisen zu Weihnachten 2026, über Silvester und den Jahreswechsel 2026/2027 planen. Auch Winterurlaub, Skireisen sowie Oster-, Pfingst-, Frühjahrs- und Sommerreisen 2027 sind dabei. Innerdeutsche Verbindungen können bis zu zwölf Monate im Voraus gebucht werden, nach den Angaben der Bahn also bis Mitte Oktober 2027. Für internationale Strecken gelten teils andere Fristen.

Früh buchen, wenn der Termin feststeht

Günstige Kontingente sind je Zug begrenzt. Gerade an stark gefragten Tagen wie dem 23., 27. und 30. Dezember können die preiswerten Tickets innerhalb weniger Stunden weg sein. Der Einstiegspreis von 6,99 Euro hängt allerdings von Strecke, Reisetag, Uhrzeit und Verfügbarkeit ab.

Unverändert bleiben zum Fahrplanwechsel der Flexpreis sowie die Preise für die BahnCards 25, 50 und 100. Super-Sparpreise gibt es regulär ab 17,99 Euro in der zweiten Klasse. Die Preisübersicht nennt außerdem 27,99 Euro für die erste Klasse; mit BahnCard sind es 13,49 beziehungsweise 20,99 Euro. Auf der Kurzstrecke beginnt der Super Sparpreis in der zweiten Klasse bei 6,99 Euro, mit BahnCard bei 5,24 Euro. Der Preis gilt jeweils nur für ausgewählte Verbindungen und solange Plätze verfügbar sind.

Bis 1. Dezember 2026 laufen die Last-Minute-Sparpreise ab 6,99 Euro weiter. Gebucht werden sie ausschließlich samstags und sonntags für Fahrten von Montag bis Sonntag der darauffolgenden Woche. Wer am 17. oder 18. Oktober kauft, kann damit vom 19. bis 25. Oktober reisen. Das Angebot gilt nur auf ausgewählten innerdeutschen Fernverkehrsverbindungen.

Zu finden sind die Tickets über bahn.de, den DB Navigator und Online-Vertriebspartner. In der Verbindungssuche erscheinen sie mit einer Krone und dem Hinweis „Aktion“. BahnCard-25- und BahnCard-50-Inhaber bekommen zusätzlich 25 Prozent Rabatt auf den Fahrpreis, nicht auf ein optionales City-Ticket. Es gilt Zugbindung, Umtausch und reguläre Stornierung sind ausgeschlossen. Eine kleine Hintertür bleibt: Online oder per App gekaufte Tickets können innerhalb von drei Stunden kostenlos storniert werden, sofern der erste Geltungstag noch nicht begonnen hat.

Familien und Pendler bekommen neue Optionen

Ab 26. Oktober 2026 ist das Familienticket dauerhaft wieder buchbar. Bis zu fünf Personen fahren für insgesamt 99,99 Euro in Fernverkehrszügen durch Deutschland und wieder zurück, Sitzplatzreservierungen inklusive. Mindestens ein Kind muss dabei sein, höchstens zwei Reisende dürfen 15 Jahre oder älter sein. Der früheste Reisetag ist der 1. November 2026.

Für Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre bleibt außerdem die kostenlose Jugend-BahnCard bis zum 1. Dezember 2026 verfügbar. Bei den Zeitkarten ändert sich ebenfalls etwas: Vom 21. Oktober an werden Monatskarten und Schüler-Monatskarten 25 Prozent günstiger. Die bisherigen Zeitkarten-Abonnements entfallen. Monatskarten können dann flexibel nach Bedarf gekauft werden. Wochenkarten, Schüler-Wochenkarten und Mehrfahrten-Tickets bleiben bestehen – praktisch, wenn eine längere Urlaubspause ansteht und man nicht gleich eine Monatskarte durchbezahlen möchte.

Schon seit dem 1. Oktober 2026 gelten neue Möglichkeiten beim Sparpreis Gruppe für mindestens sechs Personen. Bis 60 Tage vor der Reise ist online eine kostenlose, unverbindliche Reservierung für 14 Tage möglich. Alternativ kann bis 30 Tage vor der Abfahrt mit einer Anzahlung von sechs Euro je Person und Fahrtrichtung gebucht werden. Die Personenzahl lässt sich online nachträglich selbstständig reduzieren. Für manche Gruppen ist das deutlich entspannter, als erst alle Zusagen einzusammeln und dann nervös auf den Fahrplan zu starren.

Baustelle zwischen Hannover und Berlin

Der neue Fernverkehrsfahrplan gilt ab 13. Dezember 2026 bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2027. Reisende zwischen Hannover und Berlin müssen allerdings bereits seit dem 2. Oktober 2026 mit einer längeren Fahrt rechnen: Zwischen Lehrte und Berlin wird bis Dezember 2027 auf rund 227 Kilometern gebaut.

Die Fernverkehrszüge werden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet. Dadurch verlängert sich die Reisezeit zwischen Hannover und Berlin um rund 80 Minuten. Vorgesehen sind drei Fernverkehrszüge je Richtung innerhalb von zwei Stunden sowie einzelne zusätzliche Verbindungen. Braunschweig und Magdeburg bleiben stündlich an den Fernverkehr angebunden, Magdeburg erhält während der Bauzeit mehr Fernverkehrshalte. Ob die Halte in Stendal und Wolfsburg bestehen bleiben, war zunächst noch offen.

Die Elektrifizierung der Lehrter Stammbahn soll erst im Dezember 2027 fertig werden und steht deshalb zunächst nicht als Ausweichstrecke zur Verfügung. Das Baupaket ist groß: mehr als 214 Weichen, rund 357 Kilometer Gleise, 100 Kilometer Oberleitung, 13 Kilometer Lärmschutzwände, 27 Bahnhöfe und sechs grundlegend erneuerte Stellwerke.

Weitere Streckenarbeiten im Jahr 2027

Ab Februar 2027 kommt die Strecke Rosenheim–Salzburg hinzu. Sie wird vom 7. Februar bis 9. Juli für rund fünf Monate voll gesperrt, die Züge werden über Mühldorf umgeleitet. Das betrifft auch Reisen nach Österreich und Italien. Für den Winterfahrplan sind damit vor allem die Baustellen Hannover–Berlin und Rosenheim–Salzburg relevant.

Auf der Verbindung Bremen–Bremerhaven ist vom 9. Juli bis 10. Dezember 2027 abschnittsweise nur ein eingleisiger Betrieb möglich, dazu kommen einzelne Totalsperrungen. Wenn im Nahverkehr keine Züge fahren, ist Busersatzverkehr vorgesehen.

Vom 13. August 2027 bis 4. Februar 2028 wird außerdem zwischen Gelnhausen und Fulda auf rund 58 Kilometern gesperrt. Im Fernverkehr sind Umleitungen geplant, im Nahverkehr vor allem zwischen Langenselbold und Fulda Busersatzverkehr.

Der Sommerfahrplan 2026 läuft noch vom 13. Juni bis 12. Dezember. Danach folgt der Winterfahrplan 2026/2027 bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2027. Der große Fahrplanwechsel findet jedes Jahr im Dezember statt, kleinere Anpassungen gibt es im Juni – und für manche Reisende beginnt die Planung dafür bereits am Mittwoch, 14. Oktober, ziemlich früh am Morgen vor dem ersten Kaffee.