Wer in der letzten Oktoberwoche 2026 zwischen Aachen und Köln unterwegs ist, braucht Geduld und einen Blick auf den Fahrplan. Die Deutsche Bahn erneuert zahlreiche Gleise auf der Strecke. Von Freitag, 23. Oktober 2026, 21 Uhr, bis Freitag, 30. Oktober 2026, 5 Uhr, fallen deshalb Züge aus.

Betroffen sind die Linien RE 9, RE 1 (RRX), RB 20, RB 38 und S 19. Als Ersatz ist Schienenersatzverkehr mit Bussen geplant. Das klingt nüchtern, bedeutet für Reisende aber vor allem: umsteigen, warten, weiterfahren – und besser etwas Zeit extra einpacken.

RE 9 fällt abschnittsweise aus

Beim RE 9 zwischen Aachen und Brachbach entfällt der Abschnitt zwischen Düren und Köln in zwei Zeiträumen: vom 23. Oktober, 21 Uhr, bis 26. Oktober, 5 Uhr, sowie vom 28. Oktober, 21 Uhr, bis 30. Oktober, 5 Uhr.

Als Alternative können Fahrgäste den RE 1 (RRX) und die RB 38 nutzen. Zusätzlich stehen Busse im Schienenersatzverkehr bereit. Gerade am Abend und in der Nacht dürfte die Reise dadurch länger dauern – Fahrplan prüfen, bevor man losgeht.

Weitere nächtliche Sperrungen

In einer zusätzlichen Bauphase vom 26. Oktober, 21 Uhr, bis 28. Oktober, 5 Uhr, kommen zwischen 21 und 5 Uhr weitere Ausfälle hinzu. Der RE 1 (RRX) fällt auf der Strecke Hamm (Westf.) Hbf–Aachen Hbf zwischen Düren und Düsseldorf Hbf aus.

  • Der RE 9 entfällt zwischen Aachen Hbf und Köln Hbf.
  • Die RB 20 fällt auf dem gesamten Laufweg zwischen Düren und Stolberg (Rheinl.) Hbf aus.
  • Bei der RB 38 entfällt die Verbindung zwischen Horrem und Köln Messe/Deutz.
  • Die S 19 fährt nicht zwischen Düren und Köln Hansaring.

Für alle genannten Linien ist Schienenersatzverkehr mit Bussen vorgesehen. Wer spät unterwegs ist, sollte dabei auch die tatsächlich angefahrenen Haltestellen beachten – ein Bus hält naturgemäß nicht am Bahnsteig.

Korridorsanierung mit größerem Fahrplan

Hinter den Arbeiten steht ein größeres Programm: Die DB InfraGO AG bündelt bei der Korridorsanierung mehrere Bauvorhaben. Sanierungsbedürftige Streckenabschnitte sollen in kurzer Zeit erneuert und leistungsfähiger gemacht werden.

Während der Bauarbeiten sollen Reisende und Güter weiterhin zuverlässig ans Ziel gelangen. Dafür wird für die Bauphasen in Abstimmung mit Ländern, Kommunen, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Aufgabenträgern und dem Bund ein Verkehrskonzept erarbeitet. In der Praxis bleibt es trotzdem eine knifflige Zeit – Baustellenfahrpläne haben ihre eigenen kleinen Tücken.

Die Korridorsanierung der Bahnstrecke Troisdorf–Wiesbaden läuft noch bis zum 12. Dezember 2026. Die fünfmonatige Bauphase soll die stark belastete Strecke gemeinsam mit dem Ausbau der S 13 zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel langfristig stabiler und widerstandsfähiger machen.

Von der Sperrung sind sowohl der Schienenpersonennahverkehr als auch der Schienengüterverkehr betroffen. Im Gebiet von go.Rheinland betrifft das die Linien RE 8, RB 27, RB 30, RB 48 und S 19. Für den Raum Aachen und Köln kommen nun die genannten nächtlichen und abschnittsweisen Einschränkungen Ende Oktober hinzu.

Die als weiterer Kontext herangezogene PDF-Datei zur Korridorsanierung des Hochleistungsnetzes enthält keine lesbaren Nachrichteninhalte, sondern überwiegend die technische Rohstruktur einer PDF-Datei. Mehr lässt sich daraus seriös nicht herauslesen – und bei Bahn-Baustellen ist ein sauberer Fahrplan allemal hilfreicher als eine hübsche, aber leere Grafik.