RB53 zwischen Bamberg und Würzburg: Ersatzbusse und Zugausfälle bis Oktober 2026
Auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Bamberg und Würzburg ist wieder Geduld gefragt. Seit Monaten ändern sich dort immer wieder Fahrpläne, Züge fallen aus. Heute, am 3. Oktober 2026, laufen bereits die nächsten Einschränkungen – und sie ziehen sich noch bis in den Oktober hinein.
Zuletzt hatten Bauarbeiten zwischen Schonungen und Haßfurt wochenlang für Probleme gesorgt. Nun stehen weitere Maßnahmen an. In einzelnen Nächten vom 26. September bis 11. Oktober 2026 ändern sich nach Angaben der Deutschen Bahn die Fahrpläne, außerdem fallen Züge aus. Betroffen ist die Regionalbahnlinie RB53.
RB53: Busse ersetzen abschnittsweise die Züge
Zwischen Bamberg, Schweinfurt, Waigolshausen und Würzburg Hauptbahnhof wird abschnittsweise Schienenersatzverkehr eingerichtet. Reisende müssen also teilweise auf Busse ausweichen – mit dem üblichen kleinen Baustellen-Haken: Die Ersatzbusse fahren nach eigenen Abfahrtszeiten, und die konkreten Änderungen stehen im Baufahrplan.
Wer unterwegs ist, sollte kurz vor der Abfahrt auf bahn.de oder in der App DB Navigator nachsehen. Dort veröffentlicht die Deutsche Bahn den aktuellen Stand. Fahrräder können aus Platzgründen nicht in den Ersatzbussen mitgenommen werden. Für Pendler ist das besonders bitter, gerade wenn das Rad sonst selbstverständlich zum Weg dazugehört.
Der bereitgestellte Baufahrplan als PDF enthält ausschließlich binäre, komprimierte PDF-Daten und keine auslesbaren Nachrichteninhalte. Zusätzliche konkrete Abfahrtszeiten lassen sich daraus deshalb nicht entnehmen.
Kein Einzelfall im Bahnnetz
Die Baustelle zwischen Bamberg und Würzburg steht in einem größeren Zusammenhang. Die Deutsche Bahn modernisiert das Schienennetz bundesweit. Dafür gibt es Großbaustellen, Streckensperrungen, Umleitungen und Fahrplanänderungen – mal für eine Nacht, mal für Monate. Mehr als 40 wichtige Teilstrecken sollen bis voraussichtlich 2036 monatelang gesperrt und grundlegend saniert werden.
Die Generalsanierung dauert mindestens fünf Jahre länger als ursprünglich geplant; weitere Verzögerungen sind möglich. Im Fernverkehr reiht sich 2026 eine größere Einschränkung an die nächste.
Die wichtigsten Baustellen 2026
Am Knoten Dresden wird vom 9. Februar bis 6. November 2026 ein neues Kreuzungsbauwerk am Dresdner Hauptbahnhof gebaut. IC-Züge von und nach Chemnitz werden zwischen Dresden-Neustadt und Freiberg umgeleitet, der Halt am Dresdner Hauptbahnhof entfällt.
In Berlin laufen am Knoten Berlin vom 14. Juni bis 12. Dezember 2026 Instandhaltungsarbeiten in zwei Phasen: vom 14. Juni bis 1. Oktober und vom 2. Oktober bis 12. Dezember. Fernzüge halten während der gesamten Bauzeit unterirdisch statt oberirdisch am Berliner Hauptbahnhof, einige ICE-Verbindungen fallen aus. In der ersten Phase fahren ICE-Verbindungen Berlin–NRW mindestens stündlich, jedoch ohne Halt am Ostbahnhof. Berlin–Frankfurt über Kassel bleibt ebenfalls stündlich, auch hier entfällt der Ostbahnhof.
Züge nach Polen verkehren weiterhin alle zwei Stunden, bedienen aber weder Hauptbahnhof noch Ostbahnhof. Ersatzhalt ist Berlin-Gesundbrunnen. In der zweiten Phase fahren ICE-Züge zwischen Berlin und NRW mindestens stündlich und werden wegen Bauarbeiten zwischen Hannover und Berlin über Braunschweig umgeleitet. Die Fahrzeit zwischen Berlin und NRW verlängert sich um 60–80 Minuten, Halte in Berlin-Spandau und am Ostbahnhof entfallen. Direkte Verbindungen Berlin–Frankfurt über Kassel fallen weg; Ersatzverbindungen über Erfurt fahren mindestens stündlich. Die Polen-Verbindungen bleiben im Zweistundentakt und nutzen weiterhin Berlin-Gesundbrunnen als Ersatzhalt.
Zwischen Regensburg, Passau und Wels läuft vom 14. Juni bis 13. Dezember 2026 eine Generalsanierung. Zwischen den Städten verkehren monatelang keine Fernzüge. Die Fernverkehrshalte in Passau, Plattling und Straubing entfallen vollständig, Regensburg wird nur eingeschränkt bedient. Umleitungen führen über Salzburg, Simbach am Inn und Mühldorf. Zahlreiche Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Wien fallen aus, direkte Verbindungen über Passau entfallen.
Reservierungspflichtige Ersatzbusse fahren auf der Strecke Passau–Nürnberg bis 31. Juli und auf Passau–Regensburg ab 1. August. Das Angebot München–Wien über Salzburg und Simbach am Inn wird ausgeweitet. ICE/RJ/EC-Züge zwischen München und Nürnberg beziehungsweise Wien benötigen bis zu 15 Minuten länger.
Zwischen Troisdorf und Wiesbaden werden vom 10. Juli bis 12. Dezember 2026 Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und mehrere Bahnhöfe erneuert. Güterzüge werden unter anderem über die linke Rheinstrecke umgeleitet, dadurch entfällt ein Teil des Fernverkehrs. Zwischen Köln, Bonn, Koblenz und Mainz fährt nur noch ein ICE je Richtung und Stunde. Einzelne Fernzüge fallen aus, Remagen und Andernach werden nur vereinzelt bedient.
Am Knoten Erfurt reduzieren Brückenarbeiten vom 31. Juli bis 30. September 2026 den Fernverkehr zwischen Berlin, Erfurt, Nürnberg, Augsburg und München. Auf Berlin–Erfurt–Nürnberg–München verkehren etwa drei Viertel der regulären Züge, drei Züge je Richtung innerhalb von zwei Stunden. ICE-Linie 18 fährt nur zwischen Hamburg-Altona und Berlin. Büchen, Ludwigslust und Wittenberge werden ersatzweise alle zwei Stunden von anderen Fernzügen bedient. Zwischen Nürnberg und München fahren ICE-Ersatzzüge mit Halten in Donauwörth, Augsburg und München-Pasing. Für Berlin-Reisende kann ein zusätzlicher Umstieg in Nürnberg erforderlich sein.
Vom 4. bis 30. September 2026 sorgen Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik zwischen Magdeburg und Berlin für Umleitungen und Teilausfälle. Bei mehreren ICE- und IC-Verbindungen entfallen Halte in Brandenburg, Potsdam und Berlin-Wannsee, teilweise sind auch Magdeburg, Braunschweig und Berlin-Charlottenburg betroffen. IC-Züge von und nach Norddeich Mole werden zunächst umgeleitet und halten zusätzlich in Stendal und Berlin-Spandau. Die Fahrzeit verlängert sich um etwa 25 Minuten. Ab 19. beziehungsweise 20. September beginnen oder enden einzelne IC-Züge bereits in Magdeburg. Das ICE-Zugpaar Berlin–Köln wird überwiegend zwischen Potsdam und Braunschweig umgeleitet.
Weichen- und Oberleitungsarbeiten auf der Strecke Hannover–Göttingen führen vom 7. bis 26. September 2026 zu Ausfällen mehrerer Fernverkehrsverbindungen. ICE-Linien 3 und 4 entfallen auf dem gesamten Laufweg. Zwischen Hamburg beziehungsweise Hannover und Frankfurt oder München bestehen weiterhin mindestens stündliche Verbindungen. Auf der Main-Weser-Bahn zwischen Kassel, Gießen und Frankfurt fahren nur einzelne Fernzüge. ICE-Linie 26 verkehrt nur zwischen Bremen und Hannover. Dadurch entfallen unter anderem die Halte Göttingen, Kassel-Wilhelmshöhe, Marburg, Gießen, Frankfurt, Darmstadt, Heidelberg und Karlsruhe.
Gleis- und Brückenarbeiten zwischen Stralsund und Berlin dauern vom 11. September bis 2. Oktober 2026. ICE-Linie 15 wird vom 14. bis 19. September zwischen Stralsund und Berlin umgeleitet. Die Halte in Eberswalde, Prenzlau, Anklam, Züssow und Greifswald entfallen, Ersatzhalt ist Neustrelitz. Auch am 11. September sowie vom 20. September bis 2. Oktober werden einzelne ICE-Züge umgeleitet. In Greifswald steht insgesamt ein reduziertes Zugangebot zur Verfügung.
Auf der Strecke Jena–Gera entfallen wegen Arbeiten an Bahnsteigen vom 21. September bis 12. Dezember 2026 die IC-Züge der Linie 51 auf dem gesamten Laufweg Köln–Paderborn–Kassel–Erfurt–Gera. Die ICE-Züge der Linie 51 zwischen Köln, Paderborn, Kassel, Erfurt und Leipzig fahren ohne Einschränkungen.
Vom 2. Oktober bis 12. Dezember 2026 wird außerdem zwischen Hannover und Berlin an Gleisen, Oberleitungen sowie Leit- und Sicherungstechnik gearbeitet. In Wolfsburg entfallen sämtliche Fernverkehrshalte. Auch in Stendal, Helmstedt, Hildesheim, Köthen, Bremen und Berlin-Ostbahnhof wird das Angebot teilweise deutlich reduziert. ICE-Züge zwischen NRW, Hannover und Berlin fahren mindestens stündlich, brauchen aber 60–80 Minuten länger.
