Wer an der A73 südlich von Altendorf unterwegs ist, braucht derzeit Geduld. Seit Herbst 2025 laufen dort Erdarbeiten für die Verlegung der Staatsstraße 2260. Das Staatliche Bauamt Bamberg hatte Ende September zunächst mit Leitungsarbeiten begonnen. Nun geht die Baustelle „Verlegung südlich Altendorf“ in die nächste Bauphase – und die bringt mehrere Sperrungen mit sich.

Innerhalb von zwei Jahren soll eine neue Umgehungsstraße entstehen, die die St 2260 direkt mit der A73 verbindet. Die Erdarbeiten für den Straßendamm zwischen der Eisenbahnbrücke und der Autobahn sind weitgehend abgeschlossen. Als Nächstes wird die Kreuzung zwischen dem neuen Straßenast der St 2260 von Altendorf beim Betonwerk Röckelein und der bestehenden A-73-Anschlussstelle Buttenheim gebaut.

Brücke über die A73 wird vollständig gesperrt

Ab Montag, 11. Mai 2026, beginnen an der Brücke über die A73 Instandsetzungsarbeiten. Die Autobahn GmbH des Bundes erwartet, dass sie bis Ende September dauern. Während dieser Zeit bleibt die Brücke vollständig gesperrt. Umleitungen sind ausgeschildert; Verkehrsteilnehmer sollen die Hinweise vor Ort beachten. Im Bereich der Anschlussstelle ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Autobahn GmbH bittet um besondere Vorsicht im Baustellenbereich – dort kann es schnell eng und unübersichtlich werden.

Parallel dazu wird die Autobahnanschlussstelle Buttenheim umgebaut. Die westliche Seite ist seit Ende April vollständig gesperrt; nach Angaben des Staatlichen Bauamts gilt die Sperrung von Mittwoch, 29. April 2026, bis voraussichtlich Anfang August 2026. Nicht möglich sind in dieser Zeit die Abfahrt von der A73 aus Richtung Bamberg nach Buttenheim sowie die Auffahrt von Buttenheim auf die A73 in Richtung Forchheim.

Der östliche Teil der Anschlussstelle bleibt geöffnet. Wer aus Richtung Forchheim kommt, kann weiterhin nach Buttenheim abfahren. Auch die Auffahrt von Buttenheim auf die A73 in Richtung Bamberg bleibt möglich.

Umleitungen führen über Hirschaid und Forchheim-Nord

Für den Verkehr aus Richtung Bamberg nach Buttenheim ist die A73 an der Anschlussstelle Hirschaid (25) zu verlassen. Von dort geht es durch Hirschaid zur Staatsstraße 2244, über den fertiggestellten Kreisverkehr beim Betonwerk Röckelein nach Buttenheim und weiter durch das Gewerbegebiet auf die St 2260 beziehungsweise St 2960.

Wer in Richtung Forchheim auf die A73 auffahren will, fährt von der St 2260 beziehungsweise St 2960 durch das Gewerbegebiet Buttenheim nach Altendorf. Über den neuen Kreisverkehr beim Betonwerk geht es zur St 2244 und weiter zur Anschlussstelle Forchheim-Nord (27), wo die Auffahrt auf die A73 möglich ist. Die Umleitungen sind vor Ort ausgeschildert. Ein Lage- und Umleitungsplan ist den Anlagen beigefügt.

Voraussichtlich bis Anfang August bleiben deshalb die A73-Abfahrt aus Richtung Bamberg nach Buttenheim und die Auffahrt in Richtung Forchheim gesperrt. Für Ortskundige klingt das nach einem kleinen Umweg, im Berufsverkehr kann daraus aber rasch eine zähe Runde durch Gewerbegebiet, Altendorf und Hirschaid werden.

Zwei Kreisverkehre für die neue Verbindung

Zum Umbau der Staatsstraße zwischen Altendorf und Buttenheim gehören zwei Kreisverkehre. Einer entsteht zwischen dem Betonwerk Röckelein und der bisherigen A73-Anschlussstelle. Er soll künftig den neuen Straßenabschnitt mit der Autobahn verbinden. Der Kreisverkehr an der Kreuzung des neuen Straßenasts der St 2260 wird in Betonbauweise errichtet, weil er den Anforderungen der nahegelegenen Gewerbegebiete entsprechen soll.

Die neue Verbindung soll die St 2260 von Altendorf direkt an die A73 anbinden. Bis der Verkehr dort endgültig rollen kann, bleibt allerdings noch einiges zu tun. Und bis Anfang August müssen Autofahrer erst einmal mit den beschriebenen Einschränkungen leben.

Teil eines größeren Aufgabenfelds der Staatlichen Bauämter

Für Planung und Umsetzung solcher Straßen- und Brückenbaumaßnahmen sind in Bayern 19 Staatliche Bauämter zuständig. Sie kümmern sich um Bundes- und Staatsstraßen, häufig in Zusammenarbeit mit Ingenieurbüros. Zum Aufgabenfeld gehören neben neuen Ortsumgehungen und Streckenzügen auch Querungshilfen, der nachträgliche Bau von Radwegen und der Ausbau von Ortsdurchfahrten.

Aktuelle Projekte lassen sich über eine interaktive Karte nach Staatlichem Bauamt abrufen. Zu den Staatlichen Bauämtern mit Straßenbauaufgaben zählen Amberg-Sulzbach, Ansbach, Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Freising, Ingolstadt, Kempten, Krumbach, Landshut, Nürnberg, Passau, Regensburg, Rosenheim, Schweinfurt, Traunstein, Weilheim und Würzburg.